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 Mechanische Horizontalsperre: Wie die Abdichtung wirkt
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Mechanische Horizontalsperre: Wie die Abdichtung wirkt

Eine mechanische Horizontalsperre schützt Gebäude effektiv, da nach Schätzungen von Bauexperten über 70 % aller Feuchtigkeitsschäden in älteren Häusern auf eine fehlende oder defekte Abdichtung zurückzuführen sind. Wenn Wasser im Mauerwerk aufsteigt, führt das schnell zu abplatzendem Putz, Schimmel und muffiger Luft im Wohnraum. Viele Hausbesitzer versuchen zunächst, die Spuren mit Spezialfarben oder neuem Verputz zu überdecken. Doch das Problem kehrt meist nach kurzer Zeit zurück, weil die eigentliche Ursache in der kapillaren Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Erdreich liegt. Eine nachträglich eingebaute mechanische Horizontalsperre stoppt diesen Prozess endgültig und schafft ein dauerhaft trockenes Raumklima.

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Was ist eine mechanische Horizontalsperre?

Bei einer mechanischen Horizontalsperre handelt es sich um eine physische Barriere, die waagerecht in das Mauerwerk eines Gebäudes eingebracht wird. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Fundament oder dem angrenzenden Erdreich durch die feinen Poren des Baustoffs nach oben steigt.

Im Gegensatz zu chemischen Verfahren, bei denen flüssige Harze oder Silikate in die Wand injiziert werden, entsteht hier eine undurchdringliche Wand aus festem Material. Als Sperrschicht kommen meist robuste Edelstahlbleche, dicke Kunststofffolien oder glasfaserverstärkte Keile zum Einsatz. Sobald die Barriere liegt, ist der Kapillarfluss unterbrochen. Die Mauer oberhalb der Sperre kann nach und nach austrocknen.

Wie funktioniert der Einbau Schritt für Schritt?

Der Einbau einer mechanischen Horizontalsperre erfordert fachgerechte Werkzeuge und ein präzises Vorgehen, um die Statik des Gebäudes nicht zu gefährden.

Das Mauersägeverfahren

Beim Mauersägeverfahren wird die Wand schrittweise in einer durchgehenden Fuge aufgesägt. Dafür kommen spezielle Diamantseil- oder Schwertsägen zum Einsatz. Der Handwerker schneidet das Mauerwerk gewöhnlich meterweise auf. Direkt nach dem Schnitt wird die gewünschte mechanische Horizontalsperre in Form von dichten Kunststoffbahnen oder Edelstahlplatten eingelegt. Damit die Last des Hauses stabil verteilt bleibt, schlägt man Kunststoffkeile in den Schnitt und verpresst den Hohlraum anschließend mit quellfähigem Zementmörtel.

Das Ramm-Riffelblechverfahren

Dieses Verfahren eignet sich besonders für durchgehende Lagerfugen im Ziegelmauerwerk. Hierbei wird das Mauerwerk nicht aufgesägt. Stattdessen werden gewellte Platten aus rostfreiem Edelstahl mit einem Presslufthammer direkt in die bestehende Mörtelfuge getrieben. Die einzelnen Bleche überlappen sich an den Stoßkanten. Dadurch entsteht eine durchgehende mechanische Horizontalsperre, ohne dass Fugen ausgewaschen oder nachmörtelt werden müssen.

Wann ist diese Methode die beste Wahl?

Es gibt verschiedene Wege, ein feuchtes Haus zu sanieren. Dennoch gilt eine mechanische Horizontalsperre in vielen Fällen als der sicherste Weg zur dauerhaften Trockenlegung.

  • Sichere Wirkung unabhängig vom Durchfeuchtungsgrad: Chemische Injektionen verteilen sich in sehr nassen Wänden oft ungleichmäßig. Eine mechanische Sperre wirkt sofort und unabhängig davon, wie viel Wasser sich bereits im Stein befindet.

  • Jahrzehntelange Haltbarkeit: Die verwendeten Materialien wie Edelstahl oder Polyethylen sind verrottungsfest und halten oft so lange wie das Gebäude selbst.

  • Hohe Materialverträglichkeit: Da keine Chemikalien verdunsten, gibt es keine Geruchsbelastung oder Ausgasungen in den Wohnräumen.

Was muss man bei der Planung beachten?

Auch wenn eine mechanische Horizontalsperre extrem zuverlässig arbeitet, erfordert sie eine gründliche Vorbereitung.

Vor Beginn der Arbeiten muss ein Statiker oder ein erfahrenes Sanierungsunternehmen prüfen, ob das Mauerwerk für das Sägen oder Rammen geeignet ist. Bei Bruchsteinmauerwerk oder sehr unregelmäßigen Natursteinwänden ist das Durchsägen oft schwierig. Zudem sollten Hausbesitzer berücksichtigen, dass während der Bauphase Staub und Lärm entstehen. Die Investition lohnt sich jedoch: Ein trockenes Mauerwerk senkt die Heizkosten spürbar, schützt die Gesundheit der Bewohner und sichert den Wert der Immobilie nachhaltig.

Fazit: Dauerhafter Schutz vor Feuchtigkeit

Eine mechanische Horizontalsperre gehört zu den effektivsten Methoden, um aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk nachhaltig zu stoppen. Anders als provisorische Lösungen packt dieses Verfahren das Problem an der Wurzel. Wer die Sanierung sorgfältig plant und von Experten ausführen lässt, gewinnt ein dauerhaft gesundes Wohnklima und schützt sein Eigentum vor teuren Folgeschäden.

Haben Sie Fragen zur Sanierung oder suchen Sie nach der passenden Lösung für Ihr Haus? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder kontaktieren Sie uns direkt für eine individuelle Beratung rund um die mechanische Horizontalsperre!